Der Bauherr: Deutsche Bahn AG

Das Volumen: 1,5 Millionen €

Das Bauwerk:
Die alte Eisenbahnbrücke überquert die B3 am südlichen Ortsrand Bruchsals und dient hauptsächlich für Güterzugverkehr. Durch das doch fortgeschrittene Alter reichte ihre Tragfähigkeit nicht mehr aus. Zudem war durch die zu geringe Lichte Höhe zur B3 von 2,9 m, die B3 für größere LKW gesperrt. Die alte Stahlbogenbrücke wurde nun komplett mit den Kalksandsteinunterbauten bis auf die Fundamente abgebrochen. Das neue Bauwerk, welches ursprünglich wieder mit einem Stahlüberbau geplant war, mit Betonunterbauten, wurde durch unseren Sondervorschlag komplett in Stahlbeton hergestellt.

Die Technik:
Das neue Bauwerk wurde als Stahlbetonhalbrahmen hergestellt, welcher auf insgesamt 8 Bohrpfählen in den anstehenden Fels gegründet wurde. Der Überbau erhielt in Anlehnung an die alte Brücke zwei Stahlbögen. Zur Verringerung der Eingriffe in den Verkehr der B3 sah unser Sondervorschlag vor das Bauwerk nicht wie geplant an Ort und Stelle herzustellen, sondern das komplette Bauwerk (Fundamente, Widerlager, Flügel und Überbau mit Kappen, Geländer und Stahlbögen seitlich in einem Gelände zu errichten. Nach Fertigstellung wurde das Bauwerk in einer achttägigen Vollsperrung der B3 an zwei Tagen (längs ca. 24m parallel zur Bahnstrecke und ca. 23 m in Querrichtung) verschoben. Für den Verschub wurden bei der Bauwerksherstellung insgesamt acht Konsolen an den Flügeln anbetoniert, die der Kraftübertragung der Pressen in das Bauwerk dienten. Die Konsolen wurden nach dem Verschub wieder abgebrochen. Für den Verschub wurden 1,4 m breite Stahlbahnen parallel zum Bauwerk verlegt, auf welchen die 8 Pressen, die das Bauwerk (1200 to) anhoben, gleiten konnten. Nach dem die besagten 8 Pressen die Brücke angehoben hatten wurde zwischen Pressenfuß und Stahlgleitbahn flüssiger Stickstoff eingepresst. Auf diesem „Polster“ konnte dann das Bauwerk mittels Hydraulikzylinder gleitend verschoben werden (System Fa. Konecranes). Nach dem Verschub wurde das Gleisbett erneuert, Schienen eingebaut und die B3 auf ca. 200 m ebenfalls neu hergestellt

Der Ausführungszeitraum: November 2007 bis Dezember 2008
Max Früh GmbH & Co. KG
Brachfeldweg 21
77855 Achern
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