Der Bauherr: Die Bahn

Das Volumen: ca. 12 Mio. DM

Das Bauwerk:
Mit der Realisierung des Bundesverkehrswegeplanes von 1985 modernisierte Die Bahn die Hauptverkehrslinien ihres Streckennetzes in Deutschland. Teil dieser Modernisierung ist die Aus- und Neubaustrecke Karlsruhe – Basel parallel zur bestehenden Rheintalbahn. Im Zuge dieser Maßnahme wurde in Önsbach eine Straßenüberführung durch eine Unterführung ersetzt.

Die Technik:
Der hohe Grundwasserspiegel im Bereich der Baustelle erforderte das Herstellen von zwei, zunächst durch die Bahnlinie getrennten, wasserdichten Baugruben. Die Baugrubenumschließung bildete eine einfach verankerte Stahlspundwand. Eine mit Gewi-Ankern verankerte Unterwasserbetonsohle dichtete die Baugrube nach unten gegen das Grundwasser ab. Ein Rahmenbauwerk wurde in der Baugrube erstellt und unter den Gleisen durchgepresst. Mit Stickstoff erzeugte Frostdichtwände schotteten die 24 m lange Durchpressstrecke gegen das Grundwasser ab. Die Abdichtung der Sohle unter der Durchpressstrecke wurde mit einer Zement-Weichgel-Injektion hergestellt. Da eine Auflagerung der Hilfsbrücken wegen der Bodenbeschaffenheit nicht ohne weiteres möglich war, wurde eine Frostplatte mit Flüssigstickstoff erzeugt. Während der Durchpressung wurde diese Frostplatte entsprechend des Baufortschritts durch ein spezielles Sprengverfahren abgebaut.
Da die Baustelle in einer Wasserschutzzone lag, war hier das besonders umweltverträgliche Baugrundvereisungsverfahren mit flüssigem Stickstoff angezeigt. Der hohe pH-Wert von Zement und die Ausspülung eines giftigen Chromanteils einer Hochdruckinjektionswand, hätten schon im Grundwasser vorhandene Schadstoffe mobilisiert bzw. verstärkt. Die Ausführung erfolgte in Arge mit Ed. Züblin AG.

Die Ausführungszeit: 1990 bis 1992
Max Früh GmbH & Co. KG
Brachfeldweg 21
77855 Achern
Telefon +49(0)78 41/68 07-0
Telefax +49(0)78 41/68 07-66
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